Die Kunst, Fingernägel richtig zu feilen

    Nagelfeilen im Überblick

    Übung macht den Meister und natürlich auch die Meisterin. Auch wie Sie Fingernägel richtig feilen bedarf einiger Erfahrung und vor allem Übung. Gepflegte Hände und perfekt manikürte Fingernägel sind eine persönliche Visitenkarte. Daher sollten Sie dem regelmäßigen und vor allem richtigen Feilen der Fingernägel ebenso viel Aufmerksamkeit schenken wie der täglichen Hautpflege und dem perfekten Make-up. Ob Sie Ihre Nägel lieber lang mögen oder eher kurz, das ist letztlich eine Frage des individuellen Stils und des persönlichen Geschmacks. Wichtig allein ist die richtige Feiltechnik anzuwenden und dabei Ihre persönliche Nagelform zu beachten. Die Fingernägel richtig zu feilen ist zugleich die schonendste Art, Ihre Nägel zu kürzen.

    Eine gute Vorbereitung mit dem richtigen Werkzeug

    Um Ihre Fingernägel richtig feilen zu können, benötigen Sie auch das passende Equipment. Wenn Sie Ihre Nägel regelmäßig und in kürzeren Zeitabständen maniküren, können Sie sich ganz auf das Feilen beschränken und auf den Einsatz einer Schere oder gar eines Nagelknipsers verzichten, da beim Schneiden schnell die obere Nagelschicht verletzt werden kann. Beim Feilen der Fingernägel ist gutes Arbeitslicht essentiell. Spezielle Arbeitsplatzleuchten bieten hier optimale Ausleuchtung für ein entspanntes Arbeiten. Wo gefeilt wird, fällt automatisch Staub an. Unsere geräuscharme Staubabsaugung sorgt dafür dass dieser erst gar keine Chance hat sich auszubreiten. Nicht nur Ihre Hände, auch Ihr Werkzeug will gut gepflegt sein. Mit einem Ultraschallreiniger und dem zugehörigen Desinfektionskonzentrat werden ihre Arbeitsgeräte ganz einfach wieder hygienisch einwandfrei. Mit dieser Ausstattung können Sie sich ganz darauf konzentrieren, die Fingernägel richtig schön feilen zu können.

    Welche Feilen sind richtig für Ihre Fingernägel

    Nagelfeilen von Emmi-Nail

    Die Wahl der Nagelfeile ist entscheidend für das spätere Ergebnis. Wählen Sie, um Ihre Fingernägel richtig zu feilen, nur hochwertige Nagelfeilen. Ihre Nägel werden es Ihnen danken und man wird es Ihren Händen ansehen. Bei den Materialien haben Sie die Wahl zwischen Glasfeilen, Keramikfeilen, Sandblattfeilen und Feilen aus Metall. Um Ihre Fingernägel richtig schön feilen zu können, sollten Sie Metallfeilen am besten erst gar nicht in die Hand nehmen. Denn mit diesen reißen Sie eher an den Nägeln, anstatt diese schonend in Form zu bringen. Glasfeilen sind durch ihre feine angeraute Oberfläche ideal für Naturnägel. Ähnlich wie Glasfeilen überzeugen auch Keramikfeilen durch ihre hohe Lebensdauer. Feilen aus Sandblatt sind zu den Glasfeilen eine etwas günstigere aber ebenso empfehlenswerte Alternative, auch wenn diese häufiger erneuert werden sollten. Gerade bei brüchigen Nägeln haben sich Sandblattfeilen gut bewährt, denn sie kürzen schonend den Nagel. Entscheiden Sie sich für eine Mineralfeile, so werden während des Feilens die mikrofeinen Kristalle in den Nagel eingerieben, versiegeln diesen und beugen so effektiv brüchigen Nägeln vor.

    Welche Körnung ist optimal

    Die Gritzahl steht bei Nagelfeilen für deren Körnung. Je höher der Grit, umso feiner die Körnung. Sind Ihre Fingernägel sehr dünn oder neigen sie verstärkt zu Brüchigkeit, dann ist eine hohe Gritzahl unbedingt empfehlenswert. Bei weniger dünnen und eher kräftigen Nägeln, können Sie durchaus eine mittlere Körnung wählen, um Ihre Fingernägel richtig feilen zu können. Beim Kürzen von künstlichen Nägeln sind dagegen Feilen mit einer groben Körnung, also einer niedrigeren Gritzahl, gut geeignet. Um die Nägel vorzubereiten ist eine Gritzahl von 100/180 oder 150/240 ideal. Die raue Seite nimmt feine Korrekturen vor, während die feinere Seite die Spitzen abflacht und den Nagel glättet. Wir empfehlen zum Kürzen der Naturnägel eine Gritzahl von 100 oder 150, da schnell zu viel weggefeilt ist und daher lieber bedacht mit einer feineren Körnung gearbeitet werden sollte.

    Fingernägel formschön feilen

    Nägel feilen

    Bevor Sie mit dem Feilen beginnen ist es wichtig, sich die Form des Nagels genauer anzuschauen. Bei einem schmalen Nagelbett können durchaus eckige Nagelformen gewählt werden. Ist das Nagelbett dagegen eher breit, lassen eckige Nagelformen den Fingernagel noch breiter erscheinen. Ovale Nagelformen kommen hier besser zur Geltung. Sie machen den Nagel optisch schmaler und dieser wirkt zudem länger. Bei der geraden Form sollten Sie die Feile horizontal ansetzen, um einen perfekt gleichmäßigen Abschluss zu erhalten. Um ein einheitlich harmonisches Ergebnis über alle Nägel zu erzielen, führen Sie ein und denselben Arbeitsschritt an allen Nägeln konsequent fort und beginnen Sie erst dann mit dem nächsten. So arbeiten Sie gleichmäßig mit derselben Feile und müssen zudem nicht immer das Modell wechseln. Arbeiten Sie immer vom selben Punkt aus und wiederholen Sie die Arbeitsschritte exakt gleich. Kontrollieren Sie immer aus mehreren Blickwinkeln den Ansatzwinkel, da schnell unabsichtlich Kanten entstehen, die nur aus einer bestimmten Perspektive zu erkennen sind.

    Wie feilen Sie Ihre Fingernägel richtig

    Nehmen Sie sich für das Feilen ruhig etwas Zeit. Wildes Hin-und-her-Feilen bringt nicht viel. Sie laufen nur Gefahr, dass die Nägel viel schneller splittern oder gar einreißen können. Feilen Sie Ihre Fingernägel von Anfang an richtig, indem Sie immer von den Seiten zur Mitte des Nagels arbeiten. Bewegen Sie dabei die Feile stets nur in eine Richtung und beginnen Sie mit der gröberen Seite. Dieser Arbeitsschritt ist unabhängig davon, welche Feile Sie benutzen und welche Form die Fingernägel haben. Üben Sie dabei keinesfalls zu viel Druck aus, nur um eventuell schneller fertig zu werden, auch dann können Nägel schnell einreißen. Wichtig ist auch, die Feile gerade anzusetzen, sodass unangenehme Kanten erst gar nicht entstehen können. Ergonomisch gebogene Feilen liegen gut in der Hand und sorgen hier für einen gleichmäßigen Abrieb. Um vorzeitigen Ermüdungserscheinungen vorzubeugen, vermeiden Sie, aus dem Handgelenk heraus zu feilen, sondern setzen Sie bei den Bewegungen den gesamten Arm ein. Haben Sie die Nägel auf die gewünschte Länge gekürzt und in Form gebracht, kommt der Feinschliff mit einer höheren Gritzahl. Mit dieser entgraten Sie nicht nur die Ränder der Nägel, Sie können zudem noch letzte kleine Korrekturen vornehmen.

    Für den glänzenden Abschluss

    Polieren der Nägel mit Buffer

    Mit einem Schleifblock oder Buffer entfernen Sie nicht nur unschöne Unebenheiten, die feine Körnung macht den Nagel perfekt für die Nagelmodellage. Den letzten Schliff erhalten die Fingernägel beim Polieren. Viele Feilen verbinden mehrere Körnungen an einem Werkzeug. Ist der Nagel gekürzt und in Form gefeilt, bringt die feinste Körnung den nötigen Glanz. Zur perfekten Maniküre gehört auch ein regelmäßiges Nagelbad. Reichhaltige pflegende Zusätze verhindern ein allzu leichtes Splittern vor allem spröder Nägel und zudem macht es die Haut samtweich. Die weiche Nagelhaut lässt sich dann meist ganz einfach mit einem Rosenholzstäbchen zurückschieben. Um abstehende Teile der Nagelhaut zu entfernen, sollten Sie keinesfalls zur Schere greifen. Schnell kommt es hier zu Entzündungen, die nicht nur schmerzhaft sind, sondern auch noch unschön aussehen.

    Fingernägel richtig feilen - auch unterwegs

    Auch wenn Sie stets größten Wert darauf legen, Ihre Fingernägel perfekt zu feilen, kann ein Nagel doch mal schnell einreißen oder gar abbrechen. Meist passieren solche Missgeschicke im ungünstigsten Moment. Mini-Feilen sind hier kleine praktische Helfer, die in jede Handtasche passen und so jederzeit schnell zur Hand sind und die Nägel wieder vorzeigbar machen.